Die Wahrheit über die Sünden


Die Ursprünge der Sünden sind, egal ob grosse oder klein, jeweils drei:
  1. Das sich das Herz an jemand anderen als ALLAH bindet.
  2. Die Befolgung der Kraft des Zorns.
  3. Die Befolgung der Kraft der Begierden.
In der Tat sind diese in der Reihenfolge nach Shirk, Unterdrückung und Schamlosigkeit. Zweifellos ist es Shirk, wenn man sich jemand anderen zum Ilah (ALLAH) nimmt und sein Herz an jemand anderen als ALLAH bindet.

Ein Beispiel dafür die Kraft des Zornes zu aktivieren und ihr Folge zu leisten (zu gehorchen) ist, einen unschuldigen Menschen zu verletzen. Ein Beispiel dafür die Kraft der Begierden zu aktivieren und ihr Folge zu leisten ist, Unzucht zu begehen.

Aus diesem Grund sammelt ALLAH, diese Dinge zusammengefasst in folgender Ayat und sagt:

"Und diejenigen, die neben ALLA keinen anderen ALLAH anrufen und nicht die Seele töten, die ALLAH (zu töten) verboten hat, ausser aus einem rechtmässigen Grund, und die keine Unzucht begehen. - Wer das tut, hat die Folge der Sünde zu erleiden. (Al-Furqan: 68)

Diese drei Eigenschaften laden sich gegenseitig ein, bauen aufeinander auf. Beispielsweise ruft der Shirk sowohl zur Unterdrückung als auch zur Schamlosigkeit auf. Genauso wie der Tauhid und der Ikhlas, seinen Besitzer, von diesen zwei Eigenschaften entfernen und fern halten.

ALLAH sagt:
"Dies (geschah), damit WIR das Böse und das Schändliche von ihm abwendeten. Er gehört ja zu Unseren auserlesenen Dienern" (Yusuf: 24)

Das in der Ayat vorkommende Wort "Böse" ist das Ziel der Liebe und das ebenso darin vorkommende Wort "Schändliche" ist die Zina.

Genauso ruft die Unterdrückung sowohl zum Shirk als auch zum Schändlichen auf. Denn der Shirk ist die grösste Unterdrückung, genauso wie der Tauhid das gerechteste Benehmen ist. Die Gerechtigkeit ist der Freund des Tauhids und der Shirk der Freund der Unterdrückung.

Diese zwei Fälle hat ALLAH in den nun folgenden Ayat gemeinsam aufgeführt. Kommen wir nun zur ersten Ayat. In dieser sagt ER:

"ALLAH bezeugt, dass es keinen ALLAH gibt ausser IHM; und (ebenso bezeugen) die Engel und diejenigen, die Wissen besitzen; der Wahrer der Gerechtigkeit. Es gibt keinen ALLAH ausser IHM, dem Allmächtigen und Allweisen." (A'li-Imran: 18)

Wenn wir nun zum zweiten Fall kommen, so lautet die Ayat in diesem Fall: 
"denn Götzendienst ist Fürwahr ein gewaltiges Unrecht."

Die Schamlosigkeit ruft eine Person gleichermassen zum Shirk und zur Unterdrückung auf. Insbesondere, wenn sein Wille stärker wird. Das Abscheuliche (auch sexueller Natur) ist ein Teil der Unterdrückung und kann zum Vorschein kommen, indem man sich durch Magie (Sahir) der Hilfe des Sheytans bedient. ALLAH erklärt die Zina und den Shirk auf folgende Weise:

"Ein Unzuchttreiber heiratet keine andere als eine Frau, die Unzucht begeht oder eine Götzendienerin. Und eine Unzuchttreiberin heiratet kein anderen als ein Mann, der Unzucht begeht oder ein Götzendiener. Den Gläubigen ist dies verboten." (An-Nur: 3)

So wird nun deutlich, dass diese drei Eigenschaften sich gegenseitig beeinflussen und sich gegenseitig Befehle geben können. Demzufolge bedeutet dies, während der Tauhid im Herzen besonders schwach und der Shirk grösser geworden ist, die Abscheulichkeiten sich vermehrt haben, sich in Gesichtern festgesetzt haben und daraus die umislamische Liebe hervorgekommen ist.

In diesem Fall lautet die Ayat:
"Was immer euch gegeben worden ist, ist Niessbrauch des diesseitigen Lebens. Was aber bei allaH ist, ist besser und beständiger für diejenigen, die glauben und sich auf ihren Herrn verlassen, und diejenigen, die schwerwiegende Sünden und Abscheulichkeiten meiden und, wenn sie zornig sind, (doch) vergeben," (Shura: 36-37)

Mit dieser Ayat gibt ER jenen, die glauben und auf IHN vertrauen, kund, dass das, was bei IHM ist, besser ist. Zweifellos ist dies der Tauhid.

Danach befielt ER:"Die Gläubigen bewahren sich vor grossen Sünden und dem Begehen von Schamlosigkeit."

Dies zeigt uns, dass sie sich worden Dingen bewahren, die zu den Kräften der Begierden rufen. Danach sagt ER folgendes: "wenn sie zornig sind, (doch) vergeben". Gewiss bedeutet dies das Gegenteil von der Kraft des Zorns.

Somit sammelt der Tauhid, der die Gesamtheit des Guten bedeutet, die Ehre und die Gerechtigkeit zusammen.

Al-Fawid von Sheikh Ibn Qayyim Al-Jauziyyah
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